Erweiterbare Quartiersvernetzung, Quartiersstromnetz, eMobilität

Rollberger Strasse Luftbild

Erweiterbare Quartiersvernetzung.

Thermische Vernetzung von zunächst zwei Gebäuden.
Quartiersseitiges Stromnetz für Mieterstrom und eMobilität.


LEISTUNGEN VON eZeit Ingenieure

Entwicklung eines übergeordneten Energieversorgungs- und Anlagenkonzepts in den LP 1-7, tw. 8
Planung der Erzeugeranlagen LP 1-7, tw. 8
Monitoring und Prozessoptimierung der Anlagentechnik


BESONDERHEIT

Über die Energiezentrale werden zunächst die Projekte ALLTAG und CRCLR House thermisch und elektrisch miteinander vernetzt, die Anlage ist langfristig aber auch auf den Anschluss weiterer Gebäude ausgelegt. Mit diesem partizipativen Ansatz kann die Energiezentrale Kristallisationspunkt einer Quartiersversorgung mit erneuerbarer Energie für unterschiedliche Stakeholder sein. Damit werden folgende wesentliche Bedingungen eines Quartiersansatzes erfüllt:


  • Sektorkopplung: Wärme, Strom, eMobilität
  • Erweiterbare Energiezentrale zur sektorübergreifenden Regelung und Steuerung der Energiestöme im Quatier
  • Zellulärer Ansatz zur dezentralen Regelung und Ausbalancierung der Energieströme (Strom und Wärme)
  • Monitoring-System zur Prozess- und Betriebsoptimierung
  • Bereitstellung von Flexibilitäten zur Stromnetzstabilisierung
  • Integriertes Betreiberkonzept mit Vorbildfunktion für Energielieferanten

KONZEPTMERKMALE GEBÄUDE UND ENERGIE

Die Energiesysteme der Gebäude Alltag und CRCLR werden miteinander vernetzt, um Energieströme auszubalanzieren und Synnergieeffekte nutzbar zu machen. Als Prosumer-System konzipiert, werden Strom und Wärme zentral gesteuert und geregelt. So werden die erschlossenen Umweltenergein effektiv im Quartier genutzt. Neben der Einbindung großer Anteile erneuerbarer Energien werden zusätzliche Mehrwerte für einen kosteneffizienten Betrieb geschaffen.

Das thermische Prosumernetz ist ein Mehrleitersystem. Über einen kalten Nahwärmeleiter inklusive Tiefengeothermie und eTank kann sowohl geheitz als auch gekühlt werden. Im Heizfall wird Energie aus dem Erdreich zu den Gebäuden geleitet und dort über Wärmepumpen auf das nötige Temperaturniveau gebracht. In der Kühlperiode wird das Netz samt Tiefengeothermie zur passiven Kühlung verwendet. Außerdem wird in dieser Zeit der eTank mit solaren Überschüssen regeneriert. Über einen Mitteltemperaturleiter wird Wärme auf bedarfsgerechtem Temperaturniveau ausgetauscht.


THERMISCHES PROSUMER-SYSTEM & ELEKTRISCHES QUARTIERSNETZ

Die Anlagentechnik besteht aus:

  • DEM (Dynamischer Energiemanager)
  • Sole-/Wasser-Wärmepumpe mit Soleanhebung
  • Abluftanlage mit Abluftwärmepumpe
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und wassergeführtes Heizregister
  • eTank als Erdspeicher und geothermische Quelle
  • Tiefengeothermie mit passiver Kühlung
  • Solarthermische Anlage
  • Photovoltaik-Anlage
  • BHKW und Gasbrennwerttherme